Freyas Traum

Immer habe ich daran geglaubt, dass Wunder wahr werden können. Doch ich konnte nicht begreifen, dass das größte Wunder auf Erden ausgerechnet mir nicht beschieden sein soll. Vor Jahren wurde ich einmal gefragt, wie viele Kinder ich mir wünschte und meine Antwort aus tiefster Überzeugung heraus war: So viele mir auch immer von Gott geschenkt werden. Ich erntete entsetztes, spöttisches Lachen und ein Kopfschütteln des völligen Unverständnisses. Bis heute halte ich meinen Satz so aufrecht wie ich ihn sagte. Doch zwischenzeitlich zweifelte ich an meiner eigenen Aussage. Nicht, weil ich bereits 6 Kinder habe und einem siebten nun abgeneigt sei, nein ganz im Gegenteil. Ich wollte nicht akzeptieren, dass Gott eben keine Kinder für mich vorgesehen hatte. Und dies ließ meinen eigenen Satz für mich falsch werden.

Das Thema künstliche Befruchtung stand im Raum. Ich haderte lange mit einer diesbezüglich positiven Entscheidung, da ich glaubte damit womöglich Gott ins Handwerk zu pfuschen. Jahre sind darüber vergangen, in denen ich aus genau diesem Grund mich mit meinem vermeintlichen Schicksal abgefunden hatte und keine Initiative zeigen konnte. Bis ich erkannte, dass Gott uns auch das Mittel der künstlichen Befruchtung schenkte.

Trotz dieser Erkenntnis war ich lange Zeit nicht sicher, ob der von mir in 2006 eingeschlagen Weg der Richtige sei. Mein Bauchgefühl war supergut. Ich fühlte mich in Dr. Dannhoffs Händen (PAN-Klinik Köln) perfekt aufgehoben. Doch trotzdem wollte es nicht klappen. Ein erster Fehlversuch in 2006 traf mich tief. Tiefer dann noch in 2009 der zweite Versuch, als der Traum vom Kinderglück nach 11 Wochen zu Ende war. Sollte es denn wirklich nicht sein?

Feuer der Sehnsucht

Im November 2009 planten wir unsere Seminartätigkeit für das kommende Jahr. Sowohl die eigenen Seminare, wie die, die wir im Rahmen unserer Weiterbildung und eigenem Interesses selbst besuchen wollten. Auf meiner Löffelliste stand schon lange Saleem Matthias Riek einmal persönlich kennenzulernen, also schaute ich mir das Seminarprogramm von The Art of Being an. Sofort wurde ich durch Im Feuer der Sehnsucht angesprochen. Es war genau das, was meinem Innersten entsprach. Zum einen die Sehnsucht den Autor diverser Tantra-Bücher wie z.B. Herzenslust (sehr empfehlenswert!) kennenlernen zu dürfen, parallel natürlich auch die tiefe Sehnsucht nach meinem ungezeugten Kind. Noch am gleichen Abend buchten wir das Seminar, welches im Januar 2010 stattfinden sollte.

Während des Seminars wurden tiefe Gefühle in mir geweckt. Alles stand mal wieder Kopf. Am auffälligsten empfand ich, dass fast jeder der Teilnehmer meinte mir einen Ratschlag geben zu müssen, was ich anstellen könne um schwanger zu werden. Doch eigentlich wollte ich doch nur den Ist-Zustand verarbeiten. Interessanterweise haben mir genau diese Spiegelbilder meiner Selbst den Weg gewiesen. Ein unvergessliches Erlebnis!

Im März 2010 – wissend, dass im Mai der nächste Versuch der künstlichen Befruchtung gestartet werden soll – erlebten wir einen im wahrsten Sinn des Wortes wundervollen Urlaub auf Mallorca. An einem sonnigen Tag erwanderten wir den Gipfel des Puig des Teix – einem der höchsten Berge Mallorcas. Es war ein grandioses Erlebnis einen Überblick über die gesamte Insel zu haben. Auf dem Rückweg passierte mir etwas Sonder- wie Wunderbares. Ich hatte die innere Klarheit, dass der kommende Befruchtungsversuch von Erfolg gekrönt sein würde. Mehr noch, mir war klar, dass es Zwillinge werden sollen. Auch Lars freute sich sehr darauf.

Das erste Foto

Am 03. Mai wurden mir die einzigen 3 befruchteten, der 30 mir entnommen Eier zurückgegeben. Nur wenige Tage später wusste ich bereits, dass ich schwanger war, da ich an einer schlimmen Komplikation – einem Überstimmulationssyndrom III. Grades litt. Jeden zweiten Tag wurde Ultraschall gemacht. Man bestätigte mir, dass ich schwanger sei, und sagte mir, es habe sich eine Eizelle eingenistet. Jedes Mal bat ich auch nach dem zweiten Ei zu suchen, doch die Ärztin sah nur eins.

Nach dem 4. Ultraschall glaubte auch ich nicht mehr an den Zwilling und erzählte Lars am Abend, dass meine Vision wohl nicht vollständig richtig gewesen sei und wir wohl doch nur ein Kind bekämen. Überglücklich über die anhaltende Schwangerschaft als solche und trotzdem ein wenig traurig, stellten wir aber die Gesundheit dieses Kindes wie auch meine in den Vordergrund. Schließlich hatte ich über 12 Wochen insgesamt etwa 70 Liter Aszites in meinem Bauchraum eingelagert. Unzählige Punktionen, Bauchdeckenkatheder, 5 Wochen stationärer Aufenthalt in der Uniklinik. Mehrfach stand ich kurz vor dem Nieren- wie auch vor dem Lungenversagen. Von den schier unerträglichen Schmerzen mal ganz zu schweigen.

In dieser Zeit zweifelte ich oft an mir, meiner Entscheidung, teils sogar an meinem Kinderwunsch. Ich erwischte mich dabei, wie ich diese Komplikation als Strafe Gottes ansah, dass ich ihm eben hätte doch nicht ins Handwerk pfuschen sollen. Das Kindergeschrei von Station VI jedoch, was ich hörte, wenn die Fenster offen waren, war für mich das schönste Geräusch der Welt und ließ mich überleben.

Juli und Josi

Dann kam es zu dem denkwürdigen 5. Ultraschall. Die Ärztin suchte nach meinem Kind, fand es, wurde bleich und saß im wahrsten Sinn des Wortes sprachlos vor mir. Nach einer schier endlosen Zeit der Stille sagte sie, dass sie so etwas noch nie erlebt habe. Ich bekam Angst, dass womöglich etwas mit meinem Kind nicht in Ordnung sei. Doch sie sagte: Nein, nein, Ihren Kindern geht es gut. Ich habe nur soeben den von Ihnen so vermissten Zwilling entdeckt. Die Tränen der Freude liefen mir über die Wangen. Ich sah es wie eine Art Handreichung Gottes an, frei nach dem Motto: Mach Dir keine Sorgen, es wird alles Gut. Ich strafe Dich nicht. Behalte Deinen Glauben!

Unser Bonusbaby Marc

Überglücklich brachte ich am 11.12.2010 meine zwei Zuckermäuse Juliana und Josephine zur Welt. Wir mussten 3 Wochen in der Uniklinik verbleiben, da sie 6 Wochen zu früh noch ein wenig beobachtet und gepäppelt werden sollten. Doch sie waren gesund, was für mich die Hauptsache war. Noch in der Zeit des Uniklinik-Aufenthaltes ereilte mich eine weitere innere Gewissheit, ähnlich der in Mallorca, dass mir ein weiteres Kind geschenkt werden würde. Diesmal sei es ein blonder Junge. Etwas irritiert, dass es nun ohne Hilfe klappen soll, aber dem durchaus aufgeschlossen gegenüber berichtet ich Lars davon, der sich sichtlich freute.

Aller guten Dinge - sind 3!

Nur 16 Monate nach der Geburt der Zwillinge wurde auch diese Vision wahr. Marc Gawain Arelionaëdhil erblickte am 19.04.2012 das Licht der Welt. Er ist mit seinem Geburtsgewicht von 4120 g und 56 cm Länge ein wahrer Wonneproppen. Diesmal verlief die Schwangerschaft wie aus dem Bilderbuch. Ich hatte keinerlei Beschwerden. Ich sehe dieses Baby als mein Bonusbaby, welches mir Gott geschickt hat um mir zu sagen: Deine Entscheidung war richtig. Ich zürne Dir nicht. Im Gegenteil, ich freue mich, dass Du die Chance ergriffen hast, als sie sich Dir bot. Ich danke Gott für dieses Geschenk und bin gespannt, was das Leben noch so für wahre Wunder für mich bereit hält. Ob das dunklhaarige Mädchen, das mir zwischenzeitlich noch angekündigt wurde, wohl auch tatsächlich noch mein Leben bereichern darf?

Ein Gedanke zu “Wahre Wunder

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